Samstag, 5. August 2017

Smart-Home-Geräte haben viel zu erzählen oder Warum ich meinem smarten Staubsaugroboter die Augen zukleben würde.

In einem Smart Home kann man die Temperatur aus der Ferne per App regulieren, der Kühlschrank warnt rechtzeitig vor dem Verderb von Lebensmitteln, Staubsauger-, Fensterreinigungs- und Rasenmäher-Roboter tun selbstständig ihre Arbeit, während man außer Haus ist. Am Abend kommt man in die frisch geputzte Wohnung zurück und kann es sich gutgehen lassen. Was aber, wenn diese smarten Geräte Daten über unsere Gewohnheiten sammeln und sie über das Internet an den Gerätehersteller senden. Was, wenn der die Daten (auch) Dritten zur Verfügung stellt? Genau das scheint die Vision von Colin Angle zu sein, einem der Gründer und CEO von iRobot, dem US-amerikanischen börsennotierten Hersteller von Staubsauger-Robotern wie dem Rooma. Schöne neue Smart-Home-Zeit?

Demnächst in Navy CIS: L.A.: 

NCIS Supervisory Special Agent G. Callen und NCIS Special Agent Sam Hanna nutzen die Dunkelheit, um sich einem Haus zu nähern, in das Terroristen gerade einen Navy-Sicherheitsoffizier verschleppt haben. Die zugezogenen schweren Vorhänge verhindern jeden Blick ins Innere.

Callen flüsternd: "Wir müssen ihn da rausbekommen, bevor sie ihn foltern."

Hanna: "Ich frag Eric, ob er etwaige Smart-Home-Geräte hacken kann. Hier geht es um die nationale Sicherheit."

Computerexperte Eric Beale kurz darauf am Smartphone: "Kein Problem. Ich konnte den Staubsauger übernehmen, seine Wohnraumkarte habe ich euch gerade aufs Handy geschickt. Und ich kann den Saugroboter und seine Kamera dorthin richten, wo ihr sie braucht."

Ein Zukunftszenario?
Allzu weit sind wir von dieser Zukunft nicht entfernt. Die neuen smarten Haushaltsgeräte können unser Leben vereinfachen, aber manche können (schon jetzt oder sehr bald) mehr, als man denkt. Und sie können ihre Informationen weitergeben. Ein paar Beispiele:

Smarte Fernsehgeräte hören mit!
Die neuen smarten Fernseher, die auch Computerfähigkeiten integriert und Schnittstellen zu anderen Geräten haben und dazu noch ans Internet angeschlossen sind, bieten viele neue Möglichkeiten. Allerdings: Während man als TV-Konsument der alten Geräte weitgehend anonym blieb, können diese Geräte Daten sammeln, die (teilweise) Personen/Haushalten zugeordnet werden können. Bei eingeschalteter Sprachsteuerung können sie sogar zum Spion im Wohn- und Schlafzimmer werden.  

Anzeige



Der smarte Kühlschrank wacht und warnt – aber ist er auch diskret? 
Smarte Kühlschränke überwachen ihren Inhalt mittels Webcam, melden über eine App, wenn ein Verfallsdatum abläuft und schlagen Rezepte vor, um das noch rechtzeitig zu verhindern. Aber was ist, wenn Daten, die der Kühlschrank sammelt,  an die Krankenkasse gelangen, die feststellt, dass man Lebensmittel isst, die der Arzt verboten hat? Wird dann der Krankenkassenbeitrag erhöht?

Staubsaugroboter sammeln nicht nur Schmutz
Neue smarte Staubsauger, wie Roboterstaubsauger/Staubsaugroboter, kartieren mit Hilfe von Sensoren und Kameras die Wohnung, die sie sauber halten sollen. Das tun sie nicht nur, damit sie Hindernisse besser umfahren können: Mit Internetanbindung können sie die Daten und Karten an den Hersteller und/oder an Dritte weiterreichen. Die Daten können dazu genutzt werden, auf den Nutzer zugeschnittene Angebote zu unterbreiten oder aber um die Einstellungen anderer Smart-Home-Geräte zu optimieren (Licht- und Temperaturregelung, Lautsprechereinstellungen). Vielleicht bestellt der Staubsauger nur ein paar Möbelkataloge, wenn er die Freiflächen zu groß findet, vielleicht ist er der Zugang Big Brothers in den privaten Bereich des Bürgers. Investoren und vermutlich auch Unternehmen wie Amazon, Apple und Alphabet/Google dürften jedenfalls von der Neuerung begeistert sein – sie arbeiten selbst mit Hochdruck an ihren auf Künstlicher Intelligenz basierenden Sprachassistenten, um sie als immer intelligentere Schnittstellen zu den vielen smarten Geräten im Haus in Stellung zu bringen. Mit Unterstützung von Data-Management-Plattformen (DMP) werden die Daten dann für das datenbasierte Marketing und moderne Methoden wie Retargeting fit gemacht.
Anzeige


Smart Home
In einem Smart Home – sei es nun ein Haus oder eine Wohnung – enthält die Haustechnik und/oder Haushaltsgeräte zusätzliche (Computer- und Internet-)Fähigkeiten. Diese smarten Geräte können mittels integrierten Kameras und Sensoren Daten sammeln, diese über das Internet verschicken, sie (in der Cloud) verarbeiten (lassen), anderen zur Verfügung stellen und/oder Handlungen anstoßen. Die Geräte  können miteinander vernetzt sein und meist auch ferngesteuert werden.
Weitere Stichworte in dem Zusammenhang: Künstliche Intelligenz, KI (Artificial Intelligenz, AI), Internet of Things (IoT), Internet of Autonomous Things (IoAT).


Der Kampf um die Daten
Daten sind wertvoll, aber wem gehören sie eigentlich oder wem sollten sie gehören? Der Person, der sie zugeordnet werden? Dem, der sie sammelt – beispielsweise dem asiatischen Gerätehersteller? Oder dem, der die Verwertung ermöglicht – vielleicht einem amerikanischen Konzern mit einer DMP?

Kann man, wenn man beim Kauf unbewusst oder unbekümmert das Kleingedruckte akzeptiert hat, jemals wieder die Hoheit über die eigenen Daten erlangen? Bekommt man Einsicht, was bereits an Daten in den Data-Management-Systemen enthalten ist und wer darauf zugreift? Hat man das Recht, die eigenen Daten ganz oder teilweise löschen zu lassen?
Leider ist das neue Datenschutzgesetz, das bei uns gerade veraschiedet wurde, in der Hinsicht nicht sehr verbraucherfreundlich (siehe unten taz.de).

Und wie sicher sind smarte Geräte?
Alles, was ans Internet angeschlossen ist, kann mehr oder weniger aufwändig gehackt werden – Passwortlisten bei Kreditinstituten, private Rechner, Firmennetzwerke und manche Atomkraftwerke, also sehr wahrscheinlich auch jedes Haushaltsgerät mit Internetanschluss - und nicht nur von den laut TV-Serie Guten beim NCIS. Wer weiß, welche Geheimdienste welcher Regierungen sich ebenfalls Zugriff verschaffen können. Und dann sind da noch die ganz normalen Cyber-Kriminellen: Sie sammeln Daten und/oder Bilder und verkaufen sie oder nutzen sie zur Erpressung etc.

Fazit
Bei Anschaffung eines smarten Gerätes für das eigene "Smart Home" sollte man auf das Kleingedruckte im Vertrag und in der Gebrauchsanleitung achten, beispielsweise aufpassen, in was man einwilligt, wenn man eine bestimmte Funktion aktiviert beziehungsweise wenn man sie nicht deaktiviert. Manche Leute genieren sich vor dem eigenen Haustier und ziehen sich vor ihm nicht aus. Sie sollten sich besser vor Smart-Home-Geräten mit Kamera oder Sprachsteuerung in Acht nehmen. Genauso wie ich bei meinem Notebook die Kamera bei Nichtgebrauch zuklebe (wie gerüchterweise auch Mark Zuckerberg), würde ich das auch beim smarten Staubsaugroboter tun.

Weitere Informationen




Samstag, 17. Juni 2017

Letzte Blogartikel, Foren- und Social-Media-Beiträge als Linklisten in eine Website einbinden

Damit die Einstiegseite einer Website nicht immer gleich aussieht und gleiche Inhalte zeigt, lassen sich die neuesten Beiträge aus Blogs, Foren und/oder Social-Media-Seiten als automatisch aktuelle Linklisten einbinden. Man kann auf die Art auch eine Nachrichtenseite ((Social) Media Newsroom) basteln, auf der man alle neuen Veröffentlichungen der verschiedenen Kommunikationskanäle wie Blogs, Foren, Twitter-Accounts sowie von Social-Media-Seiten aufführt. Von diesem Nachrichtenüberblick oder einer speziellen Nachrichtenseite profitieren nicht nur Kunden, Geschäftspartner oder andere Seitenbesucher, sondern auch man selbst beziehungsweise die Mitarbeiter sehen auf einen Blick, was alles in letzter Zeit online publiziert wurde. In diesem Blogbeitrag wird beschrieben, wie man mithilfe von FeedBurner automatisch eine Liste der letzten Blogbeiträge erstellen und einbinden kann.

Wie man die letzten Tweets mithilfe eines Twitter-Widgets als Twitterbox auf einer Webseite einbindet, wird bei Twitter auf Website einbinden erläutert. Für Foren von Forum-Romanum sowie für Facebook-Seiten gibt es ebenfalls einfache Lösungen. Mit Hilfe eines Werkzeuges kann man auch den eigenen Unternehmensblog oder Themenblog auslesen und eine Liste aus verlinkten Überschriften mit dem jeweiligen Textanfang automatisch generieren und auf einer beliebigen Website einbauen, ohne dass man selbst anspruchsvoll programmieren können muss. Wie beim Twitter-Widget muss man nur ein bisschen Code in den Quelltext der Webseite, auf der die Liste eingespielt werden soll, einfügen.

Ein Schnipsel Code bewirkt, dass immer die letzten Beiträge meines Blogs im gelb markierten Bereich auf der Portalseite von tinto.de aufgeführt werden.
Das Werkzeug meiner Wahl, mit dessen Hilfe ein Feed "gebrannt" und auch der Code zum Publizieren – in diesem Fall ist es JavaScript - generiert wird, ist der FeedBurner von Google, der einen Dienst namens BuzzBoost enthält. Der Haken: Offiziell hat Google die Programmierschnittstelle (Application Access Interface, API) seines kostenlosen FeedBurners schon 2012 eingestellt, bietet keinen Support mehr und unterstützt auch nicht mehr Adsense for Feeds, aber in der Praxis funktioniert der FeedBurner bei mir für die unten beschriebene Einbindungsfunktion bis heute einwandfrei. Ich habe ihn für Wordpress-, Blogger-, Tumblr-Blogs sowie für Googleplus-Seiten im Einsatz. Die Anwendung ist einfach und ein Social Media Newsroom ist damit schnell erstellt (Beispiel Social Media Newsroom von evaschumann.biz). Es gibt zwar keinerlei Angaben, wie lange Google den Service noch laufen lässt, aber das Problem, dass ein Dienst aus dem Internet verschwinden kann, hat man immer. Notfalls muss man auf Alternativen zum FeedBurner ausweichen – die sind teilweise kostenpflichtig, oft aber auch mit neuen Funktionen ausgestattet, – oder selbst programmieren.

Anzeige


Alternativen zum Google FeedBurner 

Was ist ein Widget?
Ein Widget ist ein Dienst, der auf einem Bildschirm, also einer grafischen Oberfläche, angezeigt wird. Ein Widget ist im Gegensatz zur App kein selbstständiges Programm, sondern ist in eine Umgebung eingebunden. Web-Widgets, wie das Twitter-Widget, kann man in den Quellcode einer Webseite einfügen – an der Stelle wird dann der Dienst, in dem Fall die Twitterbox mit den letzten Tweets, angezeigt.

So sieht beispielsweise der Twitterbox-Widget-Code für meinen Account eva4tinto aus:
<a class="twitter-timeline" href="https://twitter.com/eva4tinto" data-widget-id="344824960914690048">Tweets von @eva4tinto</a> <script>!function(d,s,id){var js,fjs=d.getElementsByTagName(s)[0],p=/^http:/.test(d.location)?'http':'https';if(!d.getElementById(id)){js=d.createElement(s);js.id=id;js.src=p+"://platform.twitter.com/widgets.js";fjs.parentNode.insertBefore(js,fjs);}}(document,"script","twitter-wjs");</script>

Den musste ich aber nicht selbst programmieren, sondern konnte ihn mit Twitter in wenigen Minuten generieren und konfigurieren. -> Zur Anleitung Twitter auf Website einbinden
Anzeige


Was ist FeedBurner?
Ein Feed ist ein Nachrichtenstrom in einem Format, das mit dem passenden Feedreader dargestellt und gelesen werden kann. Manche Feedreader sind im Browser integriert, andere wie Feedly sind eigenständige Programme oder Apps.

Ein Feedburner ist ein Dienst, mit dem ein optimierter Feed erstellt wird. Außerdem lassen sich mit ihm Statistiken abrufen und analysieren, die Feed-Abonnenten verwalten, Feeds per E-Mail verschicken und vieles mehr.

FeedBurner ist ein Google Dienst, mit dem man einen Web-Feed optimieren („brennen“) und unter anderem über das Einbinden woanders bekannt machen kann. Im Grunde wird der Feed in eine Webseite eingebaut. Wie oben erwähnt hat Google allerdings die API, den Support und Adsense for Feed 2012 offiziell eingestellt, doch der FeedBurner und die alten Hilfen sind alle noch online.

Hinweis:
Manche Blogs werden öfter über einen Feedreader gelesen als direkt im Blog. Wer von Werbeeinnahmen seiner Anzeigen im Blog abhängig ist, sollte sich überlegen, ob er/sie den ganzen Feed für Feedreader freigibt oder nur Überschrift und erste Sätze mit Link zum vollständigen Originalartikel.

Anleitung, wie man Blogartikel-, Foren- und Social-Media-Beiträge als Linklisten in eine Website einbindet

Die Vorgehensweise hat mehrere Etappen, die wiederum jeweils aus mehreren Schritten bestehen. Dies sind die Etappen:
  • Zuerst wird der Feed mit FeedBurner „gebrannt“ und die Veröffentlichung vorbereitet. 
  • Dann wird optional „gebrandet“ (der öffentliche Link zum Feed gehört dann zur eigenen Domain und nicht zum FeedBurner). 
  • Schließlich wird der Code eingebaut.  

Etappe 1: Den Feed mit FeedBurner brennen

Voraussetzung für die Nutzung des FeedBurners ist ein Google-Konto.
  1. Gehen Sie zu http://feedburner.google.com und melden Sie sich mit Ihren Google-Daten an. Wer noch kein Google-Konto hat, klickt auf Weitere Optionen -> Konto erstellen und erstellt ein Konto.
  2. Nach dem Einloggen landet man auf der Seite My Feeds. Um einen Feed zu brennen, gibt man die URL des Feeds in das Feld unter Burn a feed right this instant. ein und klickt auf Next.

    Bei Tumblr lautet die Feed-URL beispielsweise http://evaschumann.tumblr.com/rss,
    bei Blogger-Blogs beispielsweise: http://beste-geldanlage.blogspot.com/feeds/posts/default oder http://text-und-kommunikation.blogspot.com/feeds/posts/default,
    bei meinem Wordpress-Blog (tinto bloggt) beispielweise http://www.tinto.de/tipps/feed/
    bei meiner Googleplus-Seite tinto – Tipps und Themen ist die URL http://gplus-to-rss.appspot.com/rss/116952844595275855722 (Ersetzen Sie einfach meine ID durch Ihre eigene.)

    Das Fenster Welcome! Let us burn a feed for you. wird geöffnet. 
  3. Übernehmen Sie die Vorschläge für den Feed Title und die Feed Address oder ändern Sie sie. Klicken Sie Next.
    Das Fenster Congrats! Your … wird geöffnet.
    Klicken Sie Skip directly to feed management.
    Das Feed-Fenster öffnet sich. 
  4. Klicken Sie auf den Reiter Optimize, dann links in der Navigation auf BrowserFriendly (Funktion sollte standardmäßig bereits aktiviert sein).
    Optimize Your Feed wird geöffnet.

    Die voreingestellten Appearance Options und die Content Options werden angezeigt. Hier muss normalerweise nichts verstellt werden.  
  5. Klicken Sie auf den Reiter Publicize, dann links in der Navigation auf BuzzBoost (standardmäßig noch nicht aktiviert).
    BuzzBoost wird geöffnet. 
  6. Die Feed Settings in BuzzBoost konfigurieren



    und dann auf Activate klicken.
    Die Einstellungen lassen sich danach jederzeit verändern und speichern.
    Im oberen Bereich wird nach der Aktivierung Your BuzzBoost Is Ready angezeigt. Dort können Sie (später, siehe Etappe 3) den Code entnehmen, mit dem Sie den Feed auf einer Webseite einbauen. 
So sehen die Code-Schnipsel aus, die man von FeedBurner erhält:
Skript-Beispiel für Wordpress-Blog:
<script src="http://feeds.feedburner.com/TintoBloggt?format=sigpro" type="text/javascript" ></script><noscript><p>Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.feedburner.com/TintoBloggt"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>

Skript-Beispiel für einen Blogger-Blog:
<script src="http://feeds.feedburner.com/BesteGeldanlage?format=sigpro" type="text/javascript" ></script><noscript><p>Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.feedburner.com/BesteGeldanlage"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>

Skript-Beispiel für eine Googleplus-Seite:
<script src="http://feeds.feedburner.com/appspot/pJND?format=sigpro" type="text/javascript" ></script><noscript><p>Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.feedburner.com/appspot/pJND"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>


Nur zur Information für besonders Interessierte

Zum Vergleich: So sah der Code zur Einbindung der Facebook Like Box aus:
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/likebox.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fpages%2FEva-Schumann-Text-Kommunikation%2F156644737729445&amp;width=330&amp;colorscheme=light&amp;show_faces=false&amp;border_color&amp;stream=true&amp;header=true&amp;height=427" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:330px; height:427px;" allowTransparency="true"></iframe>

Inzwischen ist die Like Box zwar offiziell aus dem Programmangebot genommen worden, funktioniert aber noch, da sie hinter den Kulissen in das neue Seiten-Plugin umgewandelt wird. Das neue Seiten-Plugin von Facebook for Developers generiert einen zweigeteilten Code:
Der erste Code-Teil ist das JavaScript Software Development KIT (SDK) und muss im Quelltext gleich nach <body> eingefügt werden. Er sieht so aus:
<div id="fb-root"></div> <script>(function(d, s, id) { var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0]; if (d.getElementById(id)) return; js = d.createElement(s); js.id = id; js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&version=v2.9"; fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs); }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script>

Der zweite Code-Teil kommt im Quelltext dorthin, wo die Facebook-Box mit den letzten Posts ausgespielt werden soll. Er setzt sich folgendermaßen zusammen:
<div class="fb-page" data-href="https://www.facebook.com/Gartensaison/" data-tabs="timeline" data-small-header="true" data-adapt-container-width="true" data-hide-cover="false" data-show-facepile="false"><blockquote cite="https://www.facebook.com/Gartensaison/" class="fb-xfbml-parse-ignore"><a href="https://www.facebook.com/Gartensaison/">Gartensaison-Hobbygärtner</a></blockquote></div>

Und dies ist der Code zur Einbindung von Forenbeiträgen aus meinem Geld-Forum bei Forumromanum:
<script src="http://349849.forumromanum.com/member/forum/last_entry.php?action=ext_index&amp;USER=user_349849&amp;threadid=4&amp;page=10&amp;font=Arial&amp;font_size=2&amp;cell_width=120&amp;table_width=380"></script>
Für ein anderes Forum muss man nur die Nummer 349849 am Anfang und in der User-ID user_349849 ersetzen.

Anzeige

Etappe 2 (optional): Branding

Oben habe ich gezeigt, wie der Code aussieht, den der FeedBurner BuzzBoost generiert. Allerdings habe ich meinen Feed gebrandet, sprich: ihm eine URL in meiner Domain verpasst, sodass mein Skript für den Einbau der Überschriften vom Wordpress-Blog nun so lautet:
<script src="http://feeds.tinto.de/TintoBloggt?format=sigpro" type="text/javascript"></script><noscript><p> Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.tinto.de/TintoBloggt"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>

So sieht das Skript beispielsweise für Blogger-Blogs aus: <script src="http://feeds.tinto.de/BesteGeldanlage?format=sigpro" type="text/javascript"></script><noscript><p> Subscribe to RSS headline updates from: <a href="http://feeds.tinto.de/BesteGeldanlage"></a><br/>Powered by FeedBurner</p> </noscript>

So funktioniert das Branding mit MyBrand – über Google FeedBurner konfiguriert: 
  1. Im Google FeedBurner in der Navigation ganz rechts oben auf My Account -> MyBrand klicken und den CNAME Alias kopieren.


  2. Beim Hosting-Provider in der Domain-Verwaltung eine Subdomain, beispielsweise feeds, für die Domain einrichten und für die Subdomain die DNS-Einstellungen, nämlich den CName Alias vom vorherigen Schritt eintragen.
    Anzeige
  3. Damit jeweils der richtige Blog ausgewählt wird, muss man den Namen, so wie man ihn im FeedBurner bei den Feed Details eingetragen hat, beispielsweise BesteGeldanlage, an die gebrandete Feedadresse hängen.



    Hinweis: Falls man bei Wordpress ein Feedburner Plugin installiert hat, muss man dort auch die neue Feedburner-Adresse eintragen, damit die Besucher dorthin weitergeleitet werden. Ebenso trägt man bei Blogger-Blogs unter Einstellungen -> Sonstiges im Bereich Website-Feed jeweils die neue gebrandete URL als Weiterleitungs-URL für Post-Feeds ein. 

Etappe 3: Den Code in den Quelltext einer Webseite einfügen

  1. Klicken Sie im FeedBurner auf der Startseite auf den Blog, dessen Feed Sie integrieren möchten. Wählen Sie den Reiter Publicize
  2. Klicken Sie links in der Navigation auf BuzzBoost.
    BuzzBoost wird geöffnet. 
  3. Im Bereich Feed Settings prüfen Sie noch einmal, was der publizierte Feed enthalten soll, und speichern ihn. 
  4. Kopieren Sie den Code in die Zwischenablage. 
  5. Öffnen Sie die Webseite, in die der Code eingebaut werden soll, mit einem HTML-Editor und fügen Sie den Code an der gewünschte Stelle in den Quelltext ein.


    Der gelb eingerahmte Code spielt den Feed auf der Webseite aus. Wie das im Browser aussieht, sieht man ganz oben im oberste Screenshot im gelben Rahmen. 
  6. Speichern Sie die Änderungen und prüfen Sie, ob die gewünschten letzten Beiträge in der gewünschten Art angezeigt werden.
Damit die eingespielten Überschriften und Texte optisch zum Rest der Webseite passen oder sich - wenn gewünscht - als Block abheben, kann das Aussehen mit CSS (.feedburnerFeedBlock) angepasst werden, siehe Buzzboost Google Support hier.

Disclaimer: Alle Angaben ohne Gewähr. Jede Haftung ist ausgeschlossen.

Anzeige


Montag, 1. Mai 2017

MOOCs für Leute, die sich gesellschaftlich und politisch engagieren wollen

Für jeden zugängliche Onlinekurse (MOOCs) erweitern und ergänzen die Möglichkeiten zu lernen - von „Nachhilfe“, Fernstudium (als Ergänzung oder Ersatz zum Anwesenheitsstudium), über Fortbildung im Beruf bis zu Weiterbildung aller Art. Immer öfter werden auch Kurse angeboten, mit denen BürgerInnen ihren Horizont zu gesellschaftlichen und politischen Themen erweitern und lernen können, sich demokratisch (und auch unter Nutzung der neuen digitalen Vernetzungsmöglichkeiten) einzubringen.


MOOCs Politik Soziales Gesellschaft Cloud

Seit die Stanford University im Herbst 2011 die ersten wirklich großen Massive Open Online Courses (MOOC oder in der Mehrzahl oft auch MOOCs) anbot, hat sich viel getan (siehe auch Kasten). Waren die ersten MOOCs noch aus dem Bereich Informatik, gibt es heute MOOCs zu fast allen Themen. Einen Themenbereich möchte ich heute herausstellen: MOOCs, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen und Möglicheiten auseinandersetzen. Sie richten sich an Studierende und wissbegierige Menschen aller Altersklassen („lifelong learners“), die sich mit besonderen Aspekten und Herausforderungen unserer Gesellschaft befassen möchten.

An zwei solchen Kursen habe ich bereits teilgenommen:
  • History and Future of (Mostly) Higher Education“– Cathy N. Davidson (Duke University bei coursera.org, 2014)
    In dem Kurs ging es um Veränderungen der Art, wie, wo und was wir lernen, in der Vergangenheit und in der Zukunft. 
  •  “America’s Poverty Course” – David Grusy, Lindsay Owens und andere (Stanford Online | Lagunita, 2016).
    Ein sehr interessanter Kurs über die Ursachen von Armut und Ungleichheit (zwar speziell in den USA, aber vieles auch auf Europa anwendbar) und mit welchen Hebeln dies verändert werden könnte. 
 Aktuell locken mich weitere Kurse aus diesem Themenbereich:
  •  “The Active Citizen in a Digital Age” - Lucy Bernholz und Bob Reich (Stanford University/USA powered by NovoEd, 15.5. bis 27.6.2017)
    Es geht darum, wie sich BürgerInnen heutzutage aktiv in die Demokratie einbringen können/müssen, wenn sie die Welt mitgestalten möchten. Ich bin beeindruckt, wie gut die amerikanische Zivilgesellschaft organisiert ist und sich derzeit erfolgreich gegen ihren Möchte-gern-Autokrat-sein-Präsidenten und seine Lügen stemmt. Ich bin gespannt, wie das Thema vermittelt und/oder gemeinsam erarbeitet wird.
  •  “EU policy and implementation: making Europe work!” - Bernard Steunenberg (Universiteit Leiden/Niederlande bei Coursera)
    Europa, die Europäische Union und die europäische Identität sind Themen, die mir am Herzen liegen: Wie funktioniert die EU jetzt und was muss sich ändern, damit alle EU-BürgerInnen die Europäische Union als demokratisch und gerecht erleben und damit auf Dauer glücklich sein können.

MOOCs
Massive Open Online Courses (MOOC oder MOOCs) sind für jeden offene Online-Kurse, die von Hochschulen und anderen Institutionen über eigene Plattformen oder MOOC-Plattformen Dritter angeboten werden. Der Hype um MOOCs begann im Herbst 2011, als von der Stanford University drei MOOCs angeboten wurden, in die sich bis zu 160.000 Teilnehmer eingeschrieben hatten: Introduction Into AI (Sebastian Thrun und Peter Norvig), Machine Learning (Andrew Ng) und Introduction To Databases (Jennifer Widom).
Nachdem sich erwiesen hatte, dass das Interesse an solchen Kursen weltweit riesengroß ist, wurden mehrere, teils kommerzielle MOOC-Plattformen gegründet, auf denen nach und nach Hochschulen, Unternehmen und Spezialisten aus aller Welt MOOCs teils kostenlos und teils kostenpflichtig anboten und anbieten.
 Bei den meisten Online-Kursen werden die Informationen über (aufgezeichnete) Videovorträge vermittelt, der Austausch miteinander erfolgt über Foren oder Social Media und in der Regel gibt es während und/oder nach jeder Lerneinheit ein paar Fragen, mit denen man testen kann, ob man alles verstanden kann. Bei manchen Kursen gibt es (optional) Zwischen- und Abschlussprüfungen, bei anderen muss/kann man ersatzweise oder zusätzlich eine Abschlussarbeit (zum Beispiel eine Programmierarbeit) abliefern.
Mehr Informationen zu MOOCs bei Weltweit lernen: Online-Kurse, MOOCs, Anbieter und mehr und Massive Open Online Courses (MOOC) – neue Entwicklungen.


 Wo findet man weitere Kurse zu gesellschaftlichen oder politischen Themen?

Anzeige

Kleine Empfehlungsliste: Die meisten Online-Kurse sind in Englisch, jedoch werden teilweise auch MOOCs in anderen Sprachen oder zumindest mit Untertiteln angeboten.

Wer hat weitere Tipps zu Kursen, bei denen es um Gesellschaft, Soziales oder Politik geht? Bitte per Kommentar  hinzufügen!